Home | Impressum

Nachrichten aus Forschung, Technologie und Entwicklung
Das "Informationsrauschen" im Internet kennen Sie zur Genüge. Ulrich Schmitz, Wissenschaftsjournalist seit 25 Jahren, verantwortlicher Redakteur von BI-Spektrum (BI = Business Intelligence), Mitglied der WPK und Autor in zahlreichen Publikationen bringt für Sie Woche für Woche auf den Punkt, was wichtig ist in Wissenschaft, Forschung, Technologie und Entwicklung - immer mit Blick auf potentielle Märkte. Motto: über den Tellerrand blicken, interdisziplinär denken.
Testweise gibt es WWP einmal frei - als PDF-Datei. 
 
Klicken Sie hier auf Anforderung. Die aktuellen Themen der Ausgabe 27_2012 (2. Juli):

NANOTECHNOLOGIE: Festigkeit ohne Berührung feststellen

Zur Vermessung von Oberflächen haben Forscher des Labors für Physik der kondensierten Materie und der Nanostrukturen (LPMCN) um Frédéric Restagno sowie des Labors für Festkörperphysik (LPS) eine innovative berührungslose Messtechnik entwickelt: die "Nano-Strömung" ...

MATERIALIEN: neue Speichermedien in Sicht

Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum Berlin um Markus Scholz aus der Abteilung Magnetisierungsdynamik haben in Bismutselenid, dem derzeit bekanntesten topologischen Isolator, den Oberflächenzustand auch noch nach Beschichten der Oberfläche mit Eisen beobachtet ...

CHEMIE: Mikrogeschosse ins Zielgewebe einbringen

Amerikanische Forscher um Prof. Joseph Wang, University of California San Diego, La Jolla, stellen jetzt einen neuen Maschinen-Typus vor, der endlich genug Antriebskraft hat, um in Gewebe einzudringen oder zelluläre Barrieren zu überwinden ...

Verbindungen zur Reaktion bringen

Forscher um Prof. Dr. Dieter Edbauer vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (München) finden erstmals einen Link zwischen dem Protein FUS (Fused in sarcoma) und dem Protein Tau ...

Porengröße von Membranen einstellen

Ein Forscherteam des Europäischen Instituts für Membranforschung (IEM, Montpellier, Frankreich) um Damien Quémener hat eine dynamische, selbstreparierende Membran zur Wasserfiltration entwickelt, deren Porengröße sich dem durchströmenden Wasserdruck anpassen lässt ...

MEDIZINTECHNIK: Schnelle Hilfe bei Herzstillstand

Wissenschaftler des Fachbereichs Hygiene, Umwelt & Medizin an den Hohenstein Instituten haben ein neues Therapieverfahren für Ersthelfer bei Herzstillstand erarbeitet - ein stromloses Kühlsystem. Kühlt der Körper ab, hat die Gehirndurchblutung bessere Chancen ...

Konzept für ein künstliches Auge

Dr. Liane Rheinschmitt hat am Institut für Angewandte Informatik (IAI) des KIT einen ersten Gesamtentwurf einer künstlichen Augenlinse vorgestellt ...

MARKETING: Wie zufrieden sind die Kunden?

Das neu gegründete Karlsruher Unternehmen Honestly (www.honestly.de) kommt mit einer Mobilsoftwarelösung auf den Markt, mit der zeitnah und individuell erfasst werden kann, wie zufrieden Kunden mit gerade erbrachten Dienstleistungen und Produktangeboten sind ...

MOBILITÄT: Elektrofahrzeuge einfach überall laden

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Berlin hat ein Ladesystem vorgestellt. Der Clou dabei: Die gesamte Mess- und Kommunikationstechnik zur Erfassung und Übermittlung der geladenen elektrischen Energie befindet sich im Fahrzeug - die Steckdose selbst bleibt "dumm". ...

FORSCHUNG: neue Virtuelle Institute

Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert ab 1. Juli 2012 elf neue Helmholtz-Virtuelle-Institute mit insgesamt 30 Millionen Euro ...

Von Bildungspotentialen bis zu Nanosicherheit

Das Präsidium der Leibniz-Gemeinschaft hat jetzt fünf "Leibniz-Forschungsverbünde" zu zentralen Themen der Wissenschaft für jeweils fünf Jahre eingerichtet ...

KOMMENTAR: Wohin treiben Algen und Öl in der Nordsee?

Ein neues Beobachtungs- und Vorhersagesystem für Meeresströmungen kombiniert Radarmessungen und Computermodelle und erzeugt stündlich aktualisierte, sehr realitätsnahe und detaillierte Strömungskarten für die Deutsche Bucht. Dieses Analysesystem des Küstenbeobachtungssystems COSYNA wurde als Prototyp am Helmholtz-Zentrum Geesthacht entwickelt. Die Strömungskarten und -vorhersagen können im COSYNA-Internetportal heruntergeladen werden.

Für viele ökologische Fragestellungen und menschliche Nutzungen in der Deutschen Bucht sind die Meeresströmungen ein bestimmender Faktor. Beispielsweise im Schiffsverkehr, für die Driftvorhersagen von Ölverschmutzungen oder Rettungsmaßnahmen nach Schiffsunfällen: In diesen Bereichen sind aktuelle und realitätsnahe Strömungskarten unerlässlich. Im Rahmen des Küstenbeobachtungssystems COSYNA (Coastal Observation System for Northern and Arctic Seas) werden solche Strömungskarten jetzt am Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht erzeugt. Das für diese Zwecke entwickelte Analysesystem ist ein Prototyp und kann von Wissenschaftlern, Behörden und anderen Interessengruppen genutzt werden. Zum Beispiel kann es in behördliche Überwachungssysteme zum Zustand der deutschen Nordsee integriert werden. Die Grundlage für dieses Produkt sind Radardaten von drei Hochfrequenz-Radarstationen auf Sylt, in Büsum und auf Wangerooge. Hochfrequenz-Radargeräte können bis zu 200 Kilometer Entfernung messen, sind 24 Stunden am Tag und bei jedem Wetter im Einsatz. Die Radardaten werden über das Mobilfunknetz in "Echtzeit" an das Helmholtz-Zentrum Geesthacht übermittelt. "Wir setzen dieses von der Universität Hamburg entwickelte Radarverfahren nicht dazu ein, um die Bewegungen von Schiffen zu bestimmen, sondern berechnen daraus mit einem besonderen Verfahren die Meeresströmungen", sagt Dr. Friedwart Ziemer, Hydrologe am Helmholtz-Zentrum Geesthacht. "Die so gewonnenen Informationen über die Meeresströmungen speisen wir als Strömungsdaten stündlich in die Computermodelle ein." Zur Qualitätsüberprüfung der Radarmessungen werden weitere Strömungsmessungen per Schiff durchgeführt. Der Vorteil bei der Kombination von Modell- und Messdaten: Unsicherheiten aus den Computermodellen werden durch die zusätzliche Einspeisung von Radarmessungen ins Modell verringert. Als nächste Produkte werden Karten der Wassertemperatur und des Salzgehalts an der Meeresoberfläche für die Deutsche Bucht entwickelt. Weitere COSYNA-Produkte, zum Beispiel zu Wellen und Schwebstoffen, sollen folgen. Wir haben damit immer mehr Systeme an der Hand zu überprüfen, was in unseren Meeren geschieht - ergänzt durch Satelliten. Umweltsünder bekommen immer schlechtere Karten. E-Mail: torsten.fischer@gkss.de 

Copyright © Ulrich Schmitz, Wissenschaftsjournalist, Bonn