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Nachrichten aus Forschung, Technologie und Entwicklung
Das "Informationsrauschen" im Internet kennen Sie zur Genüge. Ulrich Schmitz, Wissenschaftsjournalist seit mehr als 20 Jahren, verantwortlicher Redakteur von BI-Spektrum (BI = Business Intelligence), Mitglied der WPK und Autor in zahlreichen Publikationen bringt für Sie Woche für Woche auf den Punkt, was wichtig ist in Wissenschaft, Forschung, Technologie und Entwicklung - immer mit Blick auf potentielle Märkte.Motto: über den Tellerrand blicken, interdisziplinär denken.
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Klicken Sie hier auf Anforderung. Die aktuellen Themen der Ausgabe 11_2010:

NANOTECHNOLOGIE: Rauschen macht Elektroden schneller

Physiker der Technischen Universität München (TUM) um Professor Katharina Krischer und Dr. Vladimir Garcia-Morales haben eine Methode entwickelt, mit der sie das Verhalten elektrochemischer Nanosysteme berechnen können ...

NEURONALE NETZE: Zusammenspiel verstehen

Prof. Alexander Gottschalk von der Goethe-Universität Frankfurt am Main und seinem Team ist es gelungen, Nervenzellen durch Beleuchtung von außen zu aktivieren oder zu hemmen, so dass man nun Rückschlüsse auf deren Funktionen ziehen kann ...

BILDGEBUNG: virtuelle Reise durch den menschlichen Körper

Medizinische Untersuchungsbilder mit riesigen Datensätzen lassen sich jetzt mit dem Programm "ImageVis3D" darstellen, das von dem Saarbrücker Informatiker Jens Krüger im Team an der Universität von Utah entwickelt wurde ...

ZELLFORSCHUNG: Elektron im Wasserpanzer gegen Krebs

Wissenschaftler aus Göttingen haben herausgefunden, dass nicht Freie Radikale, sondern ein anderes Teilchen bei der Bestrahlung möglicherweise viel gefährlicher für die DNA ist: ein hydratisiertes, also von Wassermolekülen umgebenes Elektron ...

Protein-Bewegungen mit Nanosekunden-Auflösung vermessen

Forscher im Department Chemie der Technischen Universität München (TUM) haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sie lokale Bewegungen in Proteinen im Zeitbereich von Nanosekunden bis Mikrosekunden beobachten können ...

LASER: Kleine Displays werden möglich

Auf dem Weg zum Laserfernsehen oder hin zu deutlich kleineren Laserdisplays für Planetarien und Flugsimulatoren sind die Wissenschaftler um Dr. Katrin Paschke, Leiterin der Gruppe Hybride Lasersysteme am Ferdinand-Braun-Institut, Berlin, ein großes Stück vorangekommen ...

FRANKREICH: KMU sind "Patente-Treiber"

Der Informationsdienst "Wissenschaft Frankreich" Nr. 178 meldet: Bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Frankreich gibt es einen Anstieg der Patentanmeldungen, jedoch keine Ausweitung der Steuerguthaben für Forschungsvorhaben ...

EXZELLENZINITIATIVE: Verfolgerfeld nicht vergessen

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften hat die Exzellenzinitiative unter die Lupe genommen. Fazit: gut so, weiter so, aber auch auf die weniger Guten achten. Sie sind der Stachel im Fleisch der Elite ...

HOCHSCHULEN: strukturiertes Management von Drittmitteln

Mit Business Intelligence-Methoden Drittmittel effizient managen - dazu will die HIS GmbH, Hannover, gemeinsam mit Wirtschaftsinformatikern aus Hannover beitragen ...

Bachelor und Master sind nur neue Etiketten

Eine Studie des Instituts für Hochschulforschung (HoF Wittenberg) zeigt, dass sich die Bologna-Reformen weitgehend auf formale Aspekte beschränkt und kaum zu Neuerungen bei den Studieninhalten und Lehrformen geführt haben ...

LERNEN: Wirtschaft hat in der Schule schweren Stand

Schulbücher sind von ihrer Grundhaltung oft marktfeindlich und stellen wirtschaftliche Zusammenhänge tendenziös dar. Zu dieser Quintessenz kommt eine Studie im Auftrag des Liberalen Instituts der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ...

KOMMENTAR: von der Virtualisierung des Geldes

Was passiert, wenn zum Beispiel in einer Kommune die Aufwendungen die Erträge übersteigen? Dann kommt es zum sogenannten fiktiven Haushaltsausgleich. Denn der Haushalt gilt als formal ausgeglichen, wenn der Fehlbedarf im Ergebnisplan durch die Inanspruchnahme der sogenannten Ausgleichsrücklage gedeckt werden kann. Das müssen Sie mal privat versuchen - denn das Geld gibt es gar nicht.

Diese Ausgleichsrücklage kann im Rahmen der Erstellung der Eröffnungsbilanz als "Unterposition" des Eigenkapitals gebildet werden und nimmt hinsichtlich des Haushaltsausgleichs eine Pufferfunktion ein. Sie ist ein gesonderter Posten des "Eigenkapitals" und wird aus der durchschnittlichen Höhe eines Drittels der jährlichen Steuereinnahmen und allgemeinen Zuweisungen eines bestimmten Zeitraumes gebildet. Wenn Sie selbst solch virtuelles Geld mal einplanen wollen, dann stellen Sie sich einfach einen Puffer von - sagen wir - 33.000 Euro im Jahr vor, den Sie für eventuelle Anschaffungen zum Einsatz bringen können. In Bonn zum Beispiel hat die Ausgleichsrücklage eine Höhe von derzeit rund 150 Millionen Euro. Dies ist kein Geld, das real, sondern lediglich fiktiv vorhanden ist. Wenn es zum Einsatz - etwa zum Stopfen von Haushaltslöchern - gebracht wurde, dann ist das nicht vorhandene Geld weg. Der Ehrlichkeit halber muss man dazu sagen, dass das nicht vorhandene Geld bis zu seiner Ausgangshöhe auch wieder aufgefüllt werden darf. Ein interessantes Prinzip: In letzter Zeit scheint es modern geworden zu sein, mit nicht vorhandenem Geld Geschäfte zu machen. Früher mal war das Geld ein Äquivalent für Werte - in Form von Vermögen, Dienstleistungen oder gar Goldreserven. Ganz früher mal gab's für eine Kuh etwa zwei Ziegen. Da war die Welt noch in Ordnung. Längst jedoch ist Geld zu einer Ware geworden, die sich trefflich handeln lässt. Noch trefflicher lässt sich offenbar handeln mit Geld, das man sich nur vorstellen muss: Also Sie gehen zu Ihrem Freund und bitten ihn sich vorzustellen, Ihnen 100.000 Euro zu leihen. Dann kaufen Sie mit diesen fiktiven 100.000 Euro 137.000 Dollar wiederum fiktiv und warten eine Weile, bis Sie dafür 140.000 Dollar kriegen. Dann geben Sie die 137.000 fiktiven Dollar zurück und streichen 3.000 Dollar real ein. Nicht nur ein interessantes, ein wunderbares Prinzip! Der Haken ist nur: Wenn das viele machen, bläht sich der Geldmarkt auf; da steht keine Kuh mehr dagegen, geschweige denn Gold. Und was geschieht mit Aufgeblähtem: Irgendwann piekst einer rein und alles platzt - was eine riesengroße Schweinerei ergibt. Und die ist uns gerade um die Ohren geklatscht. 

Copyright © Ulrich Schmitz, Wissenschaftsjournalist, Bonn