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Nachrichten aus Forschung, Technologie und Entwicklung
Das "Informationsrauschen" im Internet kennen Sie zur Genüge. Ulrich Schmitz, Wissenschaftsjournalist seit 25 Jahren, verantwortlicher Redakteur von BI-Spektrum (BI = Business Intelligence), Mitglied der WPK und Autor in zahlreichen Publikationen bringt für Sie Woche für Woche auf den Punkt, was wichtig ist in Wissenschaft, Forschung, Technologie und Entwicklung - immer mit Blick auf potentielle Märkte. Motto: über den Tellerrand blicken, interdisziplinär denken.
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Klicken Sie hier auf Anforderung. Die aktuellen Themen der Ausgabe 34_2010:

NANOTECHNOLOGIE: ins Innere von Molekülen schauen

Forscher um Dr. Ruslan Temirov vom Forschungszentrum Jülich haben eine neuartige Methode vorgestellt, die den "Röntgenblick" in ein einzelnes organisches Molekül ermöglicht ...

Wie die Zellmembran zum Nano-Fließband wird

Wissenschaftler entdeckten im Rahmen einer Zusammenarbeit im Exzellenzcluster "Nanosystems Initiative Munich (NIM)", dass sie die Verteilung von substratgebundenen Membranlipiden durch Beschallung mit stehenden akustischen Oberflächenwellen (SAWs) beeinflussen können ...

MEDIZIN: Nano-Magnete reinigen Blut

Wissenschaftlern um Inge Herrmann vom Institut für Chemie und Bioingenieurwissenschaften der ETH Zürich ist es gelungen, Blut mit Hilfe von Nano-Magneten gezielt von Giftstoffen jeglicher Art zu reinigen ...

BIOLOGIE: Stickstoffmonoxid aktiviert Immunabwehr

Auch Pflanzen haben ein lernfähiges Immunsystem, eine sogenannte systemische Resistenz. Wissenschaftler am Helmholtz Zentrum München haben herausgefunden, dass dabei dieselben Redox-Prozesse eine zentrale Rolle spielen, die sich auch bei Säugetieren finden lassen ...

Wirkt ein Trauma über Generationen?

In einer Studie konnte ein Forschungsteam der Universität Zürich und der ETH Zürich bei Mäusen zeigen, dass Verhaltensauffälligkeiten, die bei einer Traumatisierung entstehen, auch an die folgenden Generationen vererbt werden können ...

INFORMATIONSTECHNIK: Schritte zum Quantencomputer

Ein Team um Professor Rudolf Gross, Physiker an der TU München (TUM), hat eine extrem starke Wechselwirkung zwischen Licht und Materie erzielt, die einen ersten Schritt in Richtung einer starken Kopplung von Quanten-Bits mit Lichtquanten darstellt ...

Analyse audiovisueller Inhalte

Auf der International Broadcasting Convention IBC in Amsterdam stellen Wissenschaftler um Dr.-Ing. Uwe Kühhirt vom Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT), Ilmenau, eine von den Forschern entwickelte automatische Klassifikation für Videos vor ...

MATERIALFORSCHUNG: Korrosion in Schichten verhindern

Ein Team um Dr. Roland Hauert vom Fachbereich Nanoscale Materials Science am Schweizer Empa hat jetzt geklärt, warum sich Implantatbeschichtungen lösen - und die Forscher können das Implantatversagen durch Nanokorrosion sogar verhindern ...

UMWELT: saubere Luft durch Pflastersteine

Deren Oberflächen sind mit Titandioxid (TiO2) beschichtet, das Schadstoffe wie Stickoxide in Nitrate umwandelt. Das Titandioxid als Photokatalysator nutzt für diesen chemischen Prozess das Sonnenlicht ...

MITTELSTAND: mit Beratung zur Materialeinsparung

Im Rahmen eines Projekts zur Verbesserung der Ressourceneffizienz im Produzierenden Gewerbe führt die Deutsche Materialeffizienzagentur einen Gutschein-Modellversuch für die Erstberatung von kleinen und mittleren Unternehmen zur Effizienzsteigerung bei Rohstoffen und betrieblichen Materialien durch ...

KOMMENTAR: Das System Rente kann nicht funktionieren

In Europa ist es üblich, relativ früh aus dem Arbeitsleben auszuscheiden; prominente Beispiele sind Griechenland oder auch Frankreich, wo dies vor Erreichen des 60sten Lebensjahres der Fall ist. Gleichzeitig wird - in Deutschland - die Rente mit 67 diskutiert. Die, die dies federführend tun, dürften durch die Bank "Kopfarbeiter" sein. Bei der Vorstellung, 50 Jahre am Bau zu arbeiten, bekommt die Diskussion über helfende Roboter eine ganz neue Dimension. Aber man muss bei dem Thema vor allem auch mal ein bisschen rechnen.

Nehmen wir einen Rentner an, der mit 62 Jahren aus dem Erwerbsleben ausscheidet und monatlich 2.500 Euro bezieht. Nehmen wir des weiteren an, sie oder er bekommt diese Summe 20 Jahre lang, nämlich bis zum 82. Lebensjahr. Natürlich wird dies eine Milchmädchenrechnung, die Variablen wie vorzeitiges Ableben etc. außer Acht lässt. Aber interessant ist auch hier die Dimension: Frau oder Herr Musterrentner/in saugen in dieser Zeit der Nutznießung rund 600.000 Euro aus dem Rententopf. Nehmen wir weiter an, in der aktiven Zeit des Erwerbslebens sind über alle Jahre gemittelt monatlich rund 800 Euro in den Topf gezahlt worden. Da hohe Einkommen auch eher von Kopf- und weniger von Handarbeitern erzielt werden, nehmen wir darüber hinaus an, dass 35 Jahre lang eingezahlt wurde. Gerechnet ohne Zinsen sind also 336.000 Euro im Topf. Bereits hier lässt sich eine höchst bedenkliche Finanzierungslücke von 264.000 Euro erkennen. Kopfarbeitern spendiert der Staat - von Ausnahmen wie die neuerdings erhobenen Studiengebühren abgesehen - zudem ein etwa fünf bis sechs Jahre währendes Studium. Die dafür bereit gehaltene Infrastruktur, von Personal über Gebäude und Geräte, verschlingt jährlich Milliarden. Wer solche Segnungen nicht in Anspruch nimmt, der zahlt natürlich früher ein, nominell allerdings weniger. Wer 45 Jahre lang 500 Euro monatlich in den Topf tut, kann sich nach Eintritt der Verrentung auf einem Polster von 270.000 Euro ausruhen. Saugt dieser Mensch binnen der nächsten 20 Jahre monatlich 1.200 Euro ab, dann hat er bereits drei Jahre vor Erreichen des 82. Lebensjahres den Topf wieder geleert - und insgesamt 288.000 Euro verfrühstückt. Gut, das ist grob, sehr grob sogar gerechnet. Aber man erkennt doch: In der Summe kann man nur soviel aus dem Topf wieder herausholen, wie zuvor hineingetan wurde. Beim System Rente jedoch gilt der alte Spruch: Augen zu und durch. Und - auf den einzelnen bezogen - gilt die allenfalls psychologisch verständliche Hoffnung, dass möglichst viele weniger als die gerechneten 20 Jahre Nutznießung ihrer Rente haben mögen, nur ich selber bitte mehr. Wir leben im Wolkenkuckucksheim. Nur: Es wird einstürzen, früher oder später. 

Copyright © Ulrich Schmitz, Wissenschaftsjournalist, Bonn