Nachrichten aus Forschung, Technologie und Entwicklung
Das "Informationsrauschen" im Internet kennen Sie zur Genüge. Ulrich Schmitz, Wissenschaftsjournalist seit 25 Jahren, verantwortlicher Redakteur von BI-Spektrum (BI = Business Intelligence), Mitglied der WPK und Autor in zahlreichen Publikationen bringt für Sie Woche für Woche auf den Punkt, was wichtig ist in Wissenschaft, Forschung, Technologie und Entwicklung - immer mit Blick auf potentielle Märkte. Motto: über den
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Klicken Sie hier auf Anforderung. Die aktuellen Themen der Ausgabe 17_2012 (23.
April):
Australische Wissenschaftler des Menzies Research Institute Tasmania in Hobart und der University of Queensland haben gemeinsam mit dem Cohorts for Heart and Aging Research in Genomic Epidemiology-Konsortium der Boston University neue Einblicke in die Alzheimer Erkrankung gewonnen ...
Die Gruppe von Prof. Verdon Taylor vom Departement Biomedizin, Embryologie und Stammzellbiologie der Universität Basel hat herausgefunden, dass die neuronalen Stammzellen im Mäusehirn ruhen und reaktiviert werden können ...
Heidelberger Wissenschaftlern ist es gelungen, den Verteidigungsmechanismus von Quallen zu entschlüsseln ...
Unter der Leitung von Prof. Dr. Holger Heuermann vom Lehrgebiet Hoch- und Höchstfrequenztechnik an der FH Aachen hat ein Wissenschaftskonsortium eine elektrodenlose, quecksilberfreie und damit umweltfreundliche Energiesparlampe entwickelt ...
Ebenfalls auf der Frankfurter Messe "Light + Building" präsentierte ein Team aus Industrie und von der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen den Prototyp einer neuen dimmfähigen Leuchtstoffröhre mit drahtloser Steuerung dem Fachpublikum ...
Hydrogeologisch-geothermische Modellrechnungen, ein sogenanntes 3D-Finite-Element-Untergrundmodell, blicken 50 Jahre voraus und sprechen den oberbayerischen Anlagen zur Nutzung der Tiefen Geothermie stabile Förderbedingungen zu ...
Experten der Energietechnischen Gesellschaft im VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. fordern in ihrer jüngst vorgelegten Studie "Erneuerbare Energie braucht flexible Kraftwerke" einen "Rettungsschirm für die Energiewende" ...
Forschern des Labors für angewandte Optik (Laboratoire d'Optique Appliquée, LOA, Palaiseau) ist es zum ersten Mal gelungen, durch die gezielte Beschleunigung und Steuerung von Elektronen in einem Plasma reproduzierbare Attosekundenpulse zu erzeugen ...
Physiker um Jeroen van den Brink und Krzysztof Wohlfeld vom Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden können jetzt die Aufspaltung eines Elektrons in einem Festkörper beobachten ...
Die Fraunhofer-Gesellschaft ist auch im Jahr 2011 weiter gewachsen. Das Finanzvolumen stieg um zwölf Prozent auf 1,85 Milliarden Euro an. Besonders erfreulich: Die Erträge aus der Wirtschaft erhöhten sich um 15 Prozent auf 531 Millionen Euro ...
Das Eierlegen war der Anfang vom Ende der Dinosaurier. Zu diesem Fazit kommen Daryl Codron und Marcus Clauss von der Universität Zürich zusammen mit Kollegen der Zoological Society of London. Die Forscher der Klinik für Zoo-, Heim- und Wildtiere, Vetsuisse-Fakultät, an der Universität Zürich haben die Kette der Ereignisse enthüllt, die zum Aussterben der Dinosaurier geführt haben. Eine wie immer geartete Katastrophe plus Evolutionsnachteil waren es, die das Leben auslöschten.
Denn die Dinos legten Eier, besetzten mit nur einer Art viele ökologische Nischen, und sie standen in Kon-kurrenz auch untereinander. Der Anfang vom Ende liegt den Forschern zufolge in ihrer Fortpflanzungsstrategie: Daraus, dass sie Eier legen, erwächst den Dinosauriern gegenüber den lebend gebärenden Säugetieren ein entscheidender Nachteil. 2.500-mal schwerer ist das vier Tonnen schwere Muttertier als ihr neugeschlüpftes Dinosaurierbaby. Im Vergleich dazu: Die gleich schwere Elefantenmutter wiegt lediglich etwa 22-mal so viel wie ihr Neugeborenes. Bei den großen Arten der Säugetiere sind also bereits die Neugeborenen groß. Der gigantische Größenunterschied zwischen neugeschlüpften Dinosauriern und ihren Eltern beruht darauf, dass Eier nicht unbegrenzt größer werden können: Denn größere Eier brauchen eine dickere Schale, und weil durch diese Schale der Embryo auch mit Sauerstoff versorgt werden muss, stoßen das Wachstum sowohl der Schale als auch des Eis irgendwann an ihre Grenzen. Somit können neugeschlüpfte Dinosaurierbabys nicht in gleicher Weise größer sein, wie dies bei den Säugetieren größerer Arten der Fall ist. Hundertfünfzig Millionen Jahre lang blieb die Vorherrschaft der Dinosaurier als größte Landtiere unangetastet. Das große Massenaussterben an der Kreide-Tertiär-Grenze jedoch brachte sie in Bedrängnis, denn die Artenlücke im mittleren Größenbereich wurde ihnen zum Verhängnis. Damals starben gemäss dem gegenwärtigen Wissensstand alle größeren Tiere mit einem Körpergewicht ab ca. zehn bis fünfundzwanzig Kilo aus. Säugetiere wiesen viele Arten unterhalb dieses Schwellenwertes auf, aus denen sich nach der Katastrophe größere Arten entwickeln und die leergefegten Nischen wieder besetzen konnten. Bei den Dinosauriern aber fehlten die Arten, welche die frei gewordenen Nischen neu hätten besetzen können. Das war ihr Ende. Die Züricher Forscher haben dies durch Computersimulationen festgestellt. Sie unterscheiden: Viele Arten besetzen je eine Nische, und eine Art besetzt viele Nischen. Ihr Fazit ist simpel und einleuchtend: Ab einer bestimmten Größe kommt man mit Eiern nicht weit. E-Mail: mclauss@vetclinics.uzh.ch
Copyright © Ulrich Schmitz, Wissenschaftsjournalist, Bonn