Nachrichten aus Forschung, Technologie und Entwicklung
Das
"Informationsrauschen" im Internet kennen Sie zur Genüge. Ulrich Schmitz, Wissenschaftsjournalist seit mehr als 20 Jahren, verantwortlicher Redakteur von BI-Spektrum (BI = Business Intelligence), Mitglied der WPK und Autor in zahlreichen Publikationen bringt für
Sie Woche für Woche auf den Punkt, was wichtig ist in Wissenschaft, Forschung,
Technologie und Entwicklung - immer mit Blick auf potentielle Märkte.Motto: über den Tellerrand blicken, interdisziplinär
denken.
Testweise gibt es WWP einmal frei -
als PDF-Datei.
Klicken Sie hier auf Anforderung. Die aktuellen Themen der Ausgabe
05_2010:
In dieser Woche (3. Februar) nimmt das "Indo German Max Planck Center für Computer Science" in Delhi seine Arbeit auf. Das neue Max Planck Center wird die Zusammenarbeit mit Indien im Bereich Computerwissenschaften weiter ausbauen ...
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat fünf neue Spitzencluster festgelegt. Darunter befindet sich einmal mehr die Informatik: So konnte sich etwa das Projekt "Software-Innovationen für das digitale Unternehmen" unter den zehn Endrunden-Teilnehmern durchsetzen ...
Auch der Zuschlag für die "Initiative Medical Valley EMN" (Europäische Metropolregion Nürnberg) durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Spitzenclusterwettbewerbs ist gesichert ...
Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) arbeiten daran, Superkondensatoren für die Energiespeicherung nutzbar zu machen. Das Forschungsprojekt "Super-Kon" ist Teil des Förderprogramms "Forschung für den Markt im Team" ...
Deutschland ist Europameister bei der Zuverlässigkeit der Stromnetze. Die Stromversorgung stand den Kunden im Jahr 2008 mit einer Zuverlässigkeit von 99,99 Prozent der Zeit zur Verfügung ...
Fraunhofer-Wissenschaftler zeigen auf der CeBIT in Halle 9, Stand B36, zwei Anwendungen, mit deren Hilfe sich der Energieverbrauch im Haushalt verwalten lässt ...
Wissenschaftler um Eva Medina, Leiterin der Arbeitsgruppe "Infektionsimmunologie" am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig, haben jetzt bei Mäusen die Immunantwort auf eine Infektion mit dem Bakterium Streptococcus pyogenes untersucht ...
Prof. Dr. Esther Lutgens und ihrem Team ist es am Institut für Molekulare Herz-Kreislaufforschung (IMCAR) der RWTH Aachen gelungen, ein Molekül des menschlichen Immunsystems zu isolieren, das möglicherweise Schlüssel für eine erfolgreiche Therapie ist ...
Einem internationalen Forscherteam unter Beteiligung von Anke Roth und Prof. Christoph Arenz vom Institut für Chemie der Humboldt-Universität zu Berlin ist ein wichtiger Einblick in die Wirkungsweise des Proteins Hsp 70 gelungen, das möglicherweise das Absterben von Krebszellen hemmt ...
Der Einsatz von "Softlasern" könnte chronische Nackenschmerzen wirksam behandeln. So lautet das Ergebnis einer Studie, die vor kurzem veröffentlicht wurde. Die Methode habe bessere Resultate erzielt als gebräuchliche Therapien, berichten Wissenschafter ...
Fünf Stipendien sind ausgeschrieben ...
Anno 2010 ist die Zeit für Geburtstage und Rückblicke. WWP ist im 40. Jahrgang und das TAB - Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag feiert seinen 20jährigen Geburtstag und begeht diesen am Beginn einer neuen Legislaturperiode.
Die Geschichte des TAB führt uns - wie jene des WWP - zurück in die 1970er Jahre. Angesichts der zentralen Bedeutung von Wissenschaft und Technik für die Zukunft moderner Industriegesellschaften waren bereits damals zahlreiche Parlamentarier fraktionsübergreifend zu der Einsicht gelangt, dass der Deutsche Bundestag seiner politischen Verantwortung für die Mitgestaltung des technischen Fortschritts besser gerecht werden müsse. Hierzu sei es erforderlich, seine Informationsgrundlagen zu verbessern, um zukünftig "aus eigener Erkenntnis imstande (zu sein), Position zu beziehen". So brachte es der Abgeordnete Dr. Heinz Riesenhuber, CDU/CSU, heute Alterspräsident des Deutschen Bundestages, 1977 auf den Punkt. Diese Aussage stand stellvertretend für die wachsende Überzeugung im Parlament, dass der Deutsche Bundestag eine ständige Einrichtung für Technikfolgenabschätzung schaffen sollte. Drei Motive leiteten die Suche nach einem pragmatischen Organisationsmodell für TA: Ein wichtiger Anstoß war der von allen Fraktionen empfundene Mangel an ausgewogener Information und Beratung auf dem Felde von Wissenschaft und Technologie. Deshalb dachte man an eine Beratungskapazität, die nur für das Parlament arbeitet. Sie sollte ein gewisses Gegengewicht zum gut ausgestatteten Beratungsapparat der Exekutive beziehungsweise den interessengeprägten Informationen aus Wirtschaft und Gesellschaft bilden. Ferner erhoffte man sich durch eine kontinuierlich betriebene TA auch Problem- und Orientierungswissen, um verlorengegangenes Vertrauen der Bevölkerung wiederzugewinnen. Dabei war ein wichtiges Ziel, in den gesellschaftlichen Debatten um Technik und Technikfolgen eine aktivere Rolle als bislang zu spielen. Die Stärkung des Parlaments als Diskussionsforum für zentrale Zukunftsfragen war dementsprechend ein weiteres Motiv in der Debatte. Schließlich wurden auch Beiträge zur Kontrolle der Regierungsarbeit, zur Gestaltung der Rahmenbedingungen des technischen Wandels und zur Bewältigung von daraus resultierenden Konflikten erwartet. Mithilfe einer instituionalisierten TA sollte die Mitverantwortung des Parlaments für den gesellschaftlichen und technischen Wandel gestärkt werden. Mit der schließlich 1989 gefundenen institutionellen Lösung wurden diese Erwartungen dann in eine gute Form gegossen, die bis heute Politik berät.
Copyright © Ulrich Schmitz, Wissenschaftsjournalist, Bonn