Nachrichten aus Forschung, Technologie und Entwicklung
Wirtschaft – Politik“ (WWP) ist ein wöchentlicher
Informationsdienst mit Tradition: Im 40. Jahrgang berichtet er
kontinuierlich über interessante Entwicklungen an der
Schnittstelle zwischen Forschung, Technologie, Entwicklung und Markt. WWP
ermöglicht damit, was Politiker und Wissenschaftler immer wieder fordern: den
Blick über den Tellerrand. Wenn Sie nicht nur Ihre eigene Disziplin im Blick
haben, sondern
auch links und rechts des Weges schauen
wollen: Mit WWP sind Sie dabei. Ob Medizin und Technik sich zu Medizintechnik
verbinden, Biologie und
Ingenieurwissenschaften zu
Biosensorik, Informationstechnik und Pädagogik zu E-Learning,
Werkstoffwissenschaften und Umwelt zu Umwelttechnik, oder ob es darum geht neue
Moleküle zu designen, Infrastruktur für Verkehr zu verbessern, die Sonnenenergie
für die Dritte Welt zu nutzen, oder Geothermie an den Markt zu bringen: WWP
informiert Sie, jede Woche aktuell. Hinzu kommen Hinweise auf wichtige
Wissenschaftspreise und Stipendien. Testweise gibt es WWP einmal frei - als
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Klicken Sie hier auf Anforderung. Die aktuellen Themen der Ausgabe
32-33_2010:
Ein internationales Team vom Labor für Attosekundenphysik (LAP) unter der Leitung von Professor Ferenc Krausz am Max-Planck-Institut für Quantenoptik und der Universität München hat erstmals beobachtet, was quantenmechanisch an dem Ort in einem Edelgasatom passiert ...
Alle Elektronen tragen ein magnetisches Moment, Spin genannt, das grundsätzlich in zwei Richtungen zeigen kann. Setzt man geeignete Nano-Röhrchen aus Kohlenstoff einem hohen Magnetfeld aus, so lassen sie bei einem bestimmten Wert nur Elektronen mit einer Spinrichtung durchfließen ...
Wissenschaftlern im Universitätsklinikum Aachen und im Forschungszentrum Jülich ist es im Rahmen einer Patientenstudie gelungen, die Wirksamkeit der Behandlung von Hirntumoren mit einem innovativen diagnostischen Verfahren frühzeitig nachzuweisen ...
Die Entdeckung von 95 Genorten für den Fettstoffwechsel bietet jetzt neue Therapieansätze für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In einer großen internationalen Studie mit Beteiligung des Helmholtz Zentrums München haben Wissenschaftler diese Genorte gefunden ...
Der Arbeitsgruppe von Marco Stampanoni am Schweizer Paul Scherrer Institut ist es gelungen, mit einer Phasenkontrastmethode die wesentlichen anatomischen Strukturen etwa eines Rattenhirns deutlich sichtbar zu machen, und zwar bis zu Details von etwa 1 hundertstel Millimetern ...
Geologen der TU Berlin um Dr. Olaf Juschus, Wissenschaftler am TU-Fachgebiet Explorationsgeologie, nutzen den Bau der OPAL Gas-Pipeline für einmalige Untersuchungen der jüngeren Klimageschichte Ostdeutschlands ...
Im antarktischen Weddell-Meer sinken großen Mengen Wasser von der Meeresoberfläche in die Tiefe ab und treiben damit das globale Band der Meeresströmungen an ...
Welche Emissionen können wir uns noch erlauben, um die globale Erwärmung auf maximal 2°C zu begrenzen? Das ist die Leitfrage neuer Modellrechnungen am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg ...
Im Projekt "Energieautarkes Condition Monitoring System (ECoMoS)" entwickeln Experten ein autarkes Mikrosystem mit leistungsarmer Messdatenerfassung und -verarbeitung, robuster Funkkommunikation und effizienter Energiewandlung zur Schwingungsanalyse für Maschinenparks ...
In einem neuen, von der Europäischen Union mit rund 2,7 Mio. Euro geförderten Projekt, wollen Wissenschaftler die Alterung von Reaktormaterialien bei verlängerten Laufzeiten von Kernkraftwerken (KKW) untersuchen ...
Schwere Kisten transportieren, Getränke anbieten und die geleistete Arbeit zuverlässig dokumentieren - Serviceroboter, die in stationären Pflegeeinrichtungen Transportaufgaben und Routinetätigkeiten übernehmen, können das Personal signifikant entlasten. Ein erster Praxistest mobiler Serviceroboter im Altenheim zeigt, dass sowohl Pflegekräfte als auch Bewohner die Unterstützung durch Roboter akzeptieren. Wir werden uns auf solche Helfer im Alter einstellen müssen.
Der Roboterassistent "Care-O-bot® 3", den Forscher des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung, IPA Stuttgart, entwickelt haben, versorgte die Bewohner eines Altenheims mit Getränken. "Der Roboter verfügt über eine mobile Basis, einen Arm und Greifer. So kann er auch für komplexe Handhabungsaufgaben wie die Bedienung eines Wasserspenders eingesetzt werden", erläutert Dr. Birgit Graf, die am Fraunhofer IPA die Gruppe Haushalts- und Assistenzrobotik leitet. Für die Tests kam eine neue Care-O-bot® 3-Variante zum Einsatz, die in dem EU-Projekt "BRICS" aufgebaut wurde. Auf Care-O-bot® 3 wurde für die erste Testphase ein vereinfachtes Szenario implementiert, in dem der Roboter einen im Wasserspen-der befindlichen Becher durch Drücken des Wasserknopfs befüllt, diesen auf seinem Tablett abstellt, über einen Gang in den Aufenthaltsraum fährt und das Wasser an verschiedenen Positionen am Tisch anbietet. "Die Bewohner haben durchweg positiv auf den Roboter reagiert und schnell verstanden, dass sie den Be-cher vom Tablett nehmen sollen", erläutert Graf. Einziges Manko: Tatsächlich daraus getrunken haben sie nur selten. Eines der Ziele für die nächste Projektphase besteht nun darin, "den Roboter überzeugender auftreten zu lassen, so dass er nicht nur als Zeitvertreib angesehen, sondern seine Aufforderungen zum Trinken von den Bewohnern auch ernst genommen wird". Die nächste Testphase ist für Anfang 2011 angesetzt. Außer der verbesserten Interaktion mit den Benutzern soll bis dahin das Szenario weiter ausgearbeitet und optimiert werden, so dass der Roboter auch mehrere Interaktionszyklen eigenständig, das heißt ohne Steuerung und Überwachung durch die IPA-Mitarbeiter durchführen kann. Außerdem wollen die Forscher bis dahin ein zusätzliches Szenario zur Unterhaltung und Animation der Bewohner entwickeln, in dem zum Beispiel auf dem Touchscreen Gesellschaftsspiele oder Programme zum Gedächtnistraining gestartet, Musik abgespielt oder Gedichte vorgelesen werden können. Auf solche Ideen werden wir wohl mit gemischten Gefühlen reagieren. Aber wenn "Robbi" - demnächst im Altersheim - mal eben ein Glas Eistee vorbeibringt, ist das wohl okay.
Copyright © Ulrich Schmitz, Wissenschaftsjournalist, Bonn