Nachrichten aus Forschung, Technologie und Entwicklung
"WISSENSCHAFT - WIRTSCHAFT - POLITIK" ( WWP )


Das "Informationsrauschen" im Internet kennen Sie zur Genüge.
Ulrich Schmitz, Wissenschaftsjournalist seit mehr als 20 Jahren, verantwortlicher Redakteur von BI-Spektrum ( BI = Business Intelligence ),
Mitglied der WPK und Autor in zahlreichen Publikationen wie 'bild der wissenschaft', Computerzeitung, VDI Nachrichten und vielen anderen, bringt für Sie Woche für Woche auf den Punkt, was wichtig ist in Wissenschaft, Forschung, Technologie und Entwicklung - immer mit Blick auf potentielle Märkte.
Motto: Informationen sammeln, selektieren und veredeln.
Testweise gibt es WWP einmal frei - als PDF-Datei.
Klicken Sie hier auf Anforderung. Die aktuellen Themen der Ausgabe 44:

ENERGIE: 50 Prozent Kosten sparen ist möglich

Durch ein Bündel von Maßnahmen lässt sich der Energieverbrauch eines Gebäudes um die Hälfte senken: Das zeigt ein Modellvorhaben in Ulm...

SIMULATION: Verhalten von Schüttgut optimal berechnen

Wissenschaftler um Prof. Dr. -Ing. Günter Rombach vom Institut für Massivbau der TU Hamburg-Harburg haben ein Modell entwickelt, das es erstmals erlaubt, das Verhalten der Schüttgüter beim Ausfließen im Silo numerisch zu simulieren ...

VIRTUELLE REALITÄT: Kloster auferstehen lassen

Prof. Dr. Ralf Böse vom Fachbereich Informatik der FH Schmalkalden und sein Team haben einen behindertengerechten Tastparcours mit virtuellen Erlebnissen entwickelt...

FORSCHUNG: Anschub für Geisteswissenschaften

Der Haushalt des Akademienprogramms als einem der größten Forschungsprogramme im Bereich der geisteswissenschaftlichen Grundlagenforschung Deutschlands soll 2007 um drei Prozent steigen...

BIOLOGIE: Kamele liefern leuchtende Nanosonden

Ein internationales Forscherteam um Professor Heinrich Leonhardt vom Biozentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München hat mit Erfolg sehr kleine Moleküle zum Nachweis von Antigenen in lebenden Zellen entwickelt...

ZELLFORSCHUNG: eine Zelle unter die Lupe nehmen

Wissenschaftlern vom Dortmunder ISAS - Institute for Analytical Sciences ist es gelungen, einzelne Hefezellen mit Hilfe eines Mikrochips einzufangen und damit der Beobachtung unter unterschiedlichen Bedingungen zugänglich zu machen...

CHEMIE: Proteine synthetisch herstellen

Französische Forscher haben ein komplex gefaltetes, ausschließlich aus nicht-natürlichen Bausteinen aufgebautes Molekül hergestellt, dessen Abmessungen den Tertiärstrukturen kleinerer Proteine entsprechen...

LOGISTIK: Dokumentation der Warenkette

Auf der Grundlage der Technologie der Radiofrequenz-Identifikation (RFID) hat eine interdisziplinäre Arbeitgruppe aus Telematikern und Logistikern an der TFH Wildau die innovative Lösung RÜFILOG entwickelt..

KLIMA: Ozonkiller ist entdeckt

Eine Modellstudie zeigt, dass die Karbonatausfällung beim Gefrieren des Meerwassers die "Bromexplosion" in Gang setzen und damit den Abbau des troposphärischen Ozons in den Polargebieten auslösen kann ...

AUSBILDUNG: Parken heißt nicht umdisponieren

Mit ihrer Entscheidung, etwas anderes als die eigentlich gewünschte betriebliche Lehre zu beginnen, tragen viele Jugendliche zwar zur Entlastung des Lehrstellenmarktes bei, doch freiwillig tun sie's nicht...

ZU GUTER LETZT: drum singe, wem Gesang gegeben

Entgegen der landläufigen Meinung lässt das Singen der Menschen nicht nach: Tatsächlich praktizieren die meisten irgendeine Form des Singens, heute jedoch versteckter und absichtlich für andere schlechter hörbar als zu früheren Zeiten ...

STIPENDIEN und PREISE

Fliegen Sie mit Novartis nach London und Singapur oder forschen Sie am IWM in Wien....

KOMMENTAR: Sprich doch mal mit Deinem Navi!

Sie sitzen im Auto, das Ihnen gerade freundlich berichtet hat, dass der Benzinvorrat langsam zur Neige geht und starten eine Anfrage: „Sag mir, wo kann ich hier in der Nähe billig tanken?“ Das Fahrzeug baut eine Internet-Verbindung per UMTS auf und klärt die Lage: „In Siegburg, drei Blocks hinter der Ausfahrt, ist eine billige Tankstelle, die auch Kreditkarten akzeptiert“, lautet die Antwort. Sie meinen: „Super: Zeig mir den Weg!“

Was nun kommen muss, ist klar: Die Sprachsteuerung muss eine Verbindung zum Navigationsgerät aufbauen und dieses veranlassen, den Weg zu weisen. Klingt logisch – und ist doch noch immer furchtbar kompliziert: „Auf der CeBIT 2007 werden wir ein Gesamtsystem präsentieren, bei dem aus der Sprachanwendung heraus das Navigationssystem direkt den Weg zeigen kann“, kündigt Norbert Pieth, Experte am Berliner Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST) für Eingebettete Systeme, an. Beide Geräte werden dabei vom Fraunhofer-First kommen. Der Grund ist simpel: „Gängige Navigationsgeräte verfügen überhaupt nicht über die Schnittstellen, um solche sinnvollen Verknüpfungen vornehmen zu können“, betont Pieth. Erste Ansätze zur Vereinheitlichung im Bereich mobiler Geräte gibt es seit kurzem im Kontext des Nomadic Devices Forum, das in Brüssel ein Büro unterhält. Dessen Arbeitsgruppe “Smart-vehicle device gateway” folgt der Vision einer umfassenden Integration „nomadischer” Geräte ins Fahrzeug, indem sie allgemeine Anwendungsfälle und einen ersten Satz von Anforderungen sowie Schritte auf dem Weg dorthin definiert. Die Gruppe tritt unter AIDE an: Adaptive Integrated Driver-vehicle InterfacE. „Um mit Navigationsgeräten zu kommunizieren, bleibt also nur der Weg, sich mit den Herstellern an einen Tisch zu setzen“, fasst Hans-Jürgen Schliepkorte, Ingenieur in der Gruppe System- und Anwendungstechnik im Fraunhofer- Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS) in Duisburg, zusammen. Zwar basteln die Hersteller von Navigationsgeräten an eigener Software für die – integrierte – Spracherkennung, doch wenn diese wirklich etwas taugen soll, braucht man schon ein bisschen Rechenpower. Denn ohne die gibt es keinen dynamischen Dialog, der komfortabel genug ist, um den Menschen wirklich zufrieden zu stellen. Nur mit solcher Rechenleistung kann man über die reine Eingabe von Stadt und Straße hinaus interaktiv mit seinem Bordcomputer in Kontakt treten. Wir dürfen also gespannt sein, was die Fraunhofer-Forscher aus Berlin uns nächstes Jahr auf der CeBIT zeigen werden – und ob „mensch“ es akzeptiert.