UMWELT: Öl magnetisch aus den Federn ziehen

Ein Forscherteam um Professor John Orbell der in Melbourne gelegenen Victoria University erarbeitet gegenwärtig eine revolutionäre Methode zur Reinigung ölverschmutzter Vögel. Letztere würde mit einem feinen Eisenpulver erfolgen, welches für die Tiere ungiftig ist. Das magnetische Pulver wird auf die ölverschmutzten Federn aufgetragen. In einem Magnetic Probe Technology genannten Verfahren wird das Pulver dann zusammen mit dem Öl mittels einer magnetischen Sonde entfernt. Bisherige Versuche, zunächst an einzelnen Federn und Tierkadavern, sowie später an einigen lebenden Tieren, haben gezeigt, dass die Forscher bereits fast einhundert Prozent des Öls von verschmutzten Vögeln entfernen können, ohne dass die wasserundurchlässige Eigenschaft der Federn in Mitleidenschaft gezogen wird. In weiteren Schritten soll nun die verbreitete Anwendbarkeit sowie Kosteneffektivität des Verfahrens gegenüber den herkömmlichen Reinigungsmethoden näher untersucht werden. Darüber hinaus möchte Orbell ein mobil einsetzbares Gerät entwickeln, das es Tierrettern ermöglicht, einen Großteil der Verschmutzung sofort bei Auffinden eines Vogels zu entfernen. Auch ein späterer Einsatz der Technologie im Haushalt ist denkbar, beispielsweise für die Reinigung von Kleidung oder Teppichen. Bisher werden durch Öl verschmutzte Vögel in einem aufwändigen Verfahren gesäubert, bei dem sie wiederholt mit Spülmittellösungen gewaschen werden. Tel. über: 030-209629-593, E-Mail: berlin@ranke-heinemann.de - http://www.wissenschaft-australien.de

UMWELT: Bakterien sollen Arsen fressen

Dr. Andreas Kappler und sein Team vom Zentrum für angewandte Geowissenschaften der Universität Tübingen arbeiten an der Entwicklung einer innovativen Methode, bei der Trinkwasser mit Hilfe von Bakterien von Arsen gereinigt werden soll. Dabei bilden die Bakterien unlösliche Eisenminerale, an die das Arsen binden kann. Ziel ist es, die Menschen in den betroffenen Gebieten in China und Bangladesh mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Durch Laborexperimente in Tübingen und Feldstudien vor Ort wird in Zusammenarbeit mit dort ansässigen Forschergruppen untersucht, wie effizient die Bakterien das Wasser reinigen könnte. Die National Geographic Gesellschaft und die Bayer AG fördern das Forschungsprojekt "Entfernung von giftigem Arsen aus Trinkwasser mit Hilfe mineralbildender Bakterien". Die National Geographic Gesellschaft finanziert das Projekt im Rahmes des Global Exploration Fund. Dadurch werden Forschungsvorhaben international tätiger deutschsprachiger Wissenschaftler gefördert, die sich mit der Erschließung neuer Wasservorkommen sowie der Verteilung von Wasser und dem schonenden Umgang beschäftigen. Weltweit konsumieren jeden Tag mehrere zehn Millionen Menschen Wasser, das eine Arsenkonzentration enthält, die deutlich über der für Trinkwasser erlaubten Grenze liegt. Die Aufnahme des hochgiftigen Arsens über längere Zeit hinweg kann von Hautkrankheiten und Krebs bis hin zum Tod führen. Tel. 07071-29-74992, Fax –5059, E-Mail: andreas.kappler@uni-tuebingen.de und michael.seifert@verwaltung.uni-tuebingen.de - Internet: http://www.uni-tuebingen.de/uni/qvo/pm/pm2006/pm-06-75.html

NATUR: Fische durch den Schlitz lassen

Fischtreppen an Gewässern ließen sich einfacher konstruieren. Evelyn Bauer vom Wasserbaulabor der Hochschule Darmstadt hat einen neuen Bautyp getestet: Ihr „Schlitzpass mit quer liegenden Becken“ ist ohne Einschränkung geeignet, die Durchgängigkeit zu gewährleisten – zumindest an der Elsenz. Als nächstes soll versucht werden, den neu konzipierten Aufstiegstyp generell genehmigungsfähig zu machen, um eine gleichwertige, aber wesentlich preiswertere Lösung für die Durchgängigkeit an einem Gewässer zu ermöglichen. Damit stünde vielen der etwa 15.000 kleinen Wasserkraftwerke in Deutschland eine funktionsfähige und Platz sparende Lösung zur Verfügung. Um die Fischaufstiege nach baulichen und fischerei-ökologischen Vorgaben richtig zu gestalten, hat die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) Richtlinien erarbeitet. Dort ist der neuartige Schlitzpass noch nicht drin. Normalerweise bestehen diese aus länglichen Kammern, die treppenartig die Verbindung zwischen dem Unter- und Oberwasser eines Wehres herstellen. Durch schmale Schlitze zwischen den Kammern schwimmen die Fische bergauf. Ob es auch quer funktioniert, testete Evelyn Bauer an einem halb so großen Modell. Dementsprechend kleiner sind auch die Fische, die das Modell testeten. E-Mail-Adresse: presse@fh-darmstadt.de

UMWELT: Öl mit Kissen aufsaugen

Die im NEMO-Netzwerk ÖLHAV zusammengeschlossenen mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben ein Ölhavariebekämpfungssystem entwickelt, das sich sowohl für den Flachwasser- als auch den Hochseebereich eignet. „Gesteppte Kissen, die mit Ölbindern aus Polyäthylen und Polypropylen ausgestattet sind, werden an verschmutzten Stellen ausgebracht, absorbieren das Öl aus dem Wasser und verhindern sein Absinken“, erläutert Karl-Heinz Thiel von der ATI Küste GmbH, Rostock. Zur Bergung werden die Kissen mit einem trichterförmigen Netz von der Wasseroberfläche abgefischt. Dieses Verfahren eignet sich besonders für Küsten, Buchten, Seen und Flüsse, wo selten genügend Tiefgang für Schiffe mit mechanischer Bergetechnik herrscht. Solche Schiffe haben auch auf hoher See Nachteile, weil sie nicht nur loses Öl von der Wasseroberfläche abfischen und in ihre Schiffsöffnungen drücken, sondern auch viel Wasser abpumpen, das ihre Tanks schnell füllt. Anders als bei diesem Verfahren soll das mit Kissen ausgestattete Netz, das unter einen Ölteppich geschleppt werden kann. Diesen gezielt aufnehmen kann. Die wurde durch das BMWi-Programm „Netzwerkmanagement-Ost (NEMO)“ gefördert und von der Kölner Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke” (AiF) unterstützt. Tel. 0381-12887-60, E-Mail: thiel@ati-kueste.de  und presse@aif.de - Internet http://www.forschungskoop.de

UMWELT: „Bio“ ist nicht per se gut

Die Projektpartner des Verbundvorhaben des Instituts für Technologie und Biosystemtechnik der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) haben ihre Ergebnisse in einem Abschlussbericht vorgelegt: Die Umweltwirkungen unterschiedlicher Dieselkraftstoffe variieren demnach erheblich. Insgesamt verursacht der Kraftstoff Shell Mittel-Destillat (GTL) durchweg niedrigere Emissionen als herkömmlicher fossiler Dieselkraftstoff (DK), wobei die Forscher die besonders niedrigen Stickoxidemissionen und die deutlich geringere Mutagenität hervorheben. Ziel des Projekts waren vergleichende Abgasuntersuchungen bei Verwendung des erwähnten Shell Mittel-Destillats (GTL) mit Schmierfähigkeitsadditiv, von fossilem Dieselkraftstoff (DK), von Rapsölmethylester (RME), von Premium-Dieselkraftstoff (PDK - bestehend aus 60 % DK, 20 % RME und 20 % GTL) sowie einem Gemisch aus 95 Prozent GTL und fünf Prozent RME (B5GTL). Bei dem letztgenannten Gemisch ist also RME dem GTL als Additiv zur Verbesserung der Schmierfähigkeit beigemischt. Für die Untersuchungen wurde ein Nutzfahrzeugmotor OM 906 LA der Firma Mercedes-Benz (Euro III) im ESC-Test mit den genannten Kraftstoffqualitäten betrieben und die limitierten Abgaskomponenten, die Partikelgrößenverteilung sowie die Mutagenität der organisch löslichen Partikelfraktionen wurden ermittelt. Das Steinbeis-Transferzentrum Biokraftstoffe und Umweltmesstechnik Coburg sowie das Zentrum für Arbeits- und Sozialmedizin der Universität Göttingen kooperierten mit dem FAL. Die Ergebnisse im Einzelnen: RME zeigt bei den Kohlenwasserstoff-, Kohlenmonoxid- und Partikelmassenemissionen Vorteile. PDK verbindet diese Vorteile. Während B5GTL nahezu in allen Messwerten der zu erwartenden Kombination aus GTL mit geringer Verschiebung zum RME entspricht, zeigen sich beim PDK nichtlineare Effekte. Dazu gehört eine geringere Partikelmassenemission. Der Abschlussbericht mit dem Titel "Vergleich von Shell Mittel-Destillat, Premium-Dieselkraftstoff und fossilem Dieselkraftstoff mit Rapsölmethylester" ist bei der UFOP (http://www.ufop.de/) erhältlich. Die Tests sollen auf Euro-4-Fahrzeuge mit Abgasnachbehandlung ausgeweitet werden. Tel. 0531-596-4201, E-Mail: axel.munack@fal.de

UMWELT: Ruß effizient filtern

Ein Team um Prof. Dr. Jochen Kriegesmann von der FH Koblenz hat einen Dieselpartikelfilter aus rekristallisiertem Siliciumcarbid entwickelt, der über ein Foliengießverfahren hergestellt wird. Das Besondere: Er weist zwei unterschiedliche Porengefüge auf, wobei die groben Poren mit einer Edelmetallschicht beschichtet werden können, während die feinen Poren unbeschichtet bleiben. Die feinen Poren dienen zur Filtration und die groben zur Katalyse, so dass sich Dieselfilter und Katalysator quasi in einem Bauteil vereinigen. Auf diese Weise lässt sich im Abgasstrang eines Fahrzeugs deutlich Platz sparen. Muster und Prototypen wurden in einer Industriekooperation entwickelt und in Zusammenarbeit mit einem großen Autokonzern für ein europäisches Forschungsvorhaben angemeldet. Feinstaubpartikel aus Dieselmotoren sind extrem gefährlich und verursachen Krebs. Kriegesmanns Team vom Studiengang Werkstofftechnik Glas und Keramik in Höhr-Grenzhausen wurde jetzt mit dem rheinland-pfälzischen Erfinderpreis der Investitions- und Strukturbank (ISB) geehrt. Tel. 0261-9528-249, Fax –113, E-Mail: gras@fh-koblenz.de und huelster@rheinahrcampus.de

UMWELT: Ölrückstände auffressen lassen

Wissenschaftler am Institut für Grundwasserökologie des GSF - Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit demonstrieren eine neue biochemische Reaktion im anaeroben Abbau von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen. Damit lassen sich Ölrückstände in sauerstoffarmer Umgebung von Mikroben abbauen. Die neue biochemische Abbaureaktion verläuft über die Methylierung von nicht-substituierten Kohlenwasserstoffen. Laut Prof. Dr. Rainer Meckenstock, Leiter des GSF-Instituts für Grundwasserökologie, zählen zu den häufigsten Verunreinigungen des Grundwassers Mineralöle, die zum Beispiel infolge von undichten Tanks auslaufen und in die tieferen Erdschichten einsickern. Insbesondere die darin enthaltenen aromatischen Kohlenwasserstoffe können nicht nur toxisch, sondern auch krebserregend wirken und gefährden somit die Trinkwasserqualität. Das Wissen der Wissenschaftlergruppe um diesen Abbauprozess lässt sich jedoch nicht nur für die Verbesserung des Trinkwassers, sondern auch für die Exploration von Ölfeldern nutzen. Denn mittlerweile liegen den Wissenschaftlern um Meckenstock Hinweise vor, dass sich auch der Abbau von Benzol mit Mikroorganismen über eine Methylierung vollzieht. Der Nachweis des oben erwähnten Metaboliten ist ein Indiz dafür, dass anaerobe Abbauprozesse stattfinden, und gibt damit Auskunft über das Alter des Öls. Kohlenwasserstoffe sind generell hervorragende Kohlenstoffquellen für Mikroorganismen. Sofern genügend Sauerstoff vorhanden ist, werden sie relativ schnell abgebaut. Da sich Sauerstoff aber nur in geringen Mengen im Wasser löst (ca. 8 Milligramm pro Liter), wird er beim Abbau von Verunreinigungen schnell durch aerobe Atmung verbraucht. Damit fehlt Sauerstoff für die Aktivierung der aromatischen Substanzen durch Mono- oder Di-Oxygenasen, die beim aeroben Abbau eine wichtige Rolle spielen. Anaerobe Mikroorganismen müssen deshalb völlig andere biochemische Reaktionen in Gang setzen, um solche Substanzen angreifen zu können. Tel. über 089-3187-2460, Fax –3324, E-Mail: oea@gsf.de

UMWELT: Treibhausgase gefährden Ökosysteme

Durch Verbrauch fossiler Brennstoffe produziert jede Person auf unserem Planeten täglich im Durchschnitt elf Kilogramm Kohlendioxid, die in die Atmosphäre gelangen. Vier Kilogramm davon werden von den Weltmeeren aufgenommen, was den Treibhauseffekt mildert. Unglücklicherweise reagiert das Kohlendioxid mit dem Meerwasser zu Säure, welche die Kalkschalen vieler Meeresbewohner auflösen kann. Dies sind einige Ergebnisse einer Studie, die unter Mitwirkung des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung von einer Gruppe von 27 Meeresforschern aus Europa, Japan, Australien und den USA entstanden ist. Sie zeigt, dass die Versauerung der Meere in den Polargebieten bereits in fünfzig bis hundert Jahren zu einem Verschwinden wichtiger Meeresorganismen führen könnte, viel früher als bisher angenommen. Bedroht sind vor allem Seegurken, Kaltwasserkorallen und im Wasser schwebende Flügelschnecken. Da diese Tiere eine wichtige Nahrungsquelle für andere Tiere von Krebsen über Lachse bis zu Walen darstellen, sind schwerwiegende Auswirkungen auf das gesamte polare Ökosystem zu befürchten. Ursachen der Versauerung der Meere sind eindeutig menschliche Einflüsse, die Forderung der Forscher ist eine drastische Einschränkung der Treibgasemissionen. Die Studie beruht auf weltweiten Messungen des Kohlenstoffgehalts der Meere. "Um die Vorhersagen abzusichern, haben wir 13 alternative Berechnungsmodelle mit den Daten gefüttert", erklärt Prof. Reiner Schlitzer vom Alfred-Wegener-Institut. "Beim Vergleich der Ergebnisse gab es kleine Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Modellen, aber die grundsätzliche Aussage war immer die gleiche: Die Meere versauern viel schneller als bisher angenommen." Seit Mitte der siebziger Jahre hat sich darüber hinaus die Konzentration von Antimon, das im Tierversuch so giftig ist wie Blei oder Arsen, in der Umwelt verdoppelt. Bohrkerne aus Hochmooren in Europa und aus der Arktis zeigen das. Verbindungen des Halbmetalls gelangen aus den Schloten von Erzhütten und Müllverbrennungsanlagen und aus dem Abrieb von Autoreifen in die Staubfracht der Atmosphäre und tauchen so auch in menschenfernen Regionen auf. "In unseren Städten ist Antimon inzwischen das mit Abstand am stärksten angereicherte Spurenelement", erklärt Michael Krachler, Spezialist für Spurenanalytik an der Universität Heidelberg. Tel. 0471-4831-1559; E-Mail: rschlitzer@awi-bremerhaven.de und nachrichten@gdch.de

UMWELT: Ökologie treibt auch die Ökonomie

Die 1993 begonnene Neuorientierung der Abfallwirtschaft in Deutschland ist nicht nur gut für die Umwelt. Sie hat auch positive wirtschaftliche Effekte. Seit 1993 wurden 20 Milliarden Euro für moderne Anlagen zur Abfallbehandlung und -verwertung investiert. Zudem entstanden per saldo bis zu 15.000 feste Arbeitsplätze. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) durch die Prognos AG Berlin erstellte Untersuchung. Die Frage an die Forscher lautete: Welche Wirkungen haben die Technische Anleitung Siedlungsabfall (TASi) und die Abfallablagerungsverordnung (AbfAblV) seit 1993 - dem Jahr der Verabschiedung der TASi - ausgelöst? Verbunden mit dem Bau und dem Betrieb der Anlagen entstanden sowohl dauerhafte als auch befristete Arbeitsplätze. Mit den seit 1993 getätigten Investitionen ist es gelungen, die Abfallbehandlungskapazität um rund 14 Millionen Jahrestonnen zu erweitern. Zudem wurden Anlagen zur Verwertung von Bioabfällen und Ersatzbrennstoffen im Umfang von 12,5 Millionen Jahrestonnen geschaffen. Zusätzlich ließ die Abfallwirtschaft 320 Hausmülldeponien nachrüsten, um dem technischen Standard der neuen rechtlichen Regelungen zu genügen. Darüber hinaus führten Maßnahmen an 515 Hausmülldeponien zum ordnungsgemäßen Abschluss der Deponien, damit keine umweltschädlichen Stoffe mehr in Oberflächengewässer oder das Grundwasser gelangen können und das klimawirksame Deponiegas soweit wie möglich erfasst und verwertet wird. Die getätigten und noch zu tätigenden Investitionen schätzt Prognos auf 19,4 bis 20,0 Milliarden Euro. 7,4 bis 7,5 Mrd. Euro wurden in den Neubau und die Erweiterung von Abfallbehandlungsanlagen investiert; 2,9 bis 3,4 Mrd. Euro flossen in Anlagen zur Verwertung von Bioabfällen und Ersatzbrennstoffen. Weitere 9,1 Mrd. Euro kosteten Nachrüstungs- und Abschlussmaßnahmen an Hausmülldeponien. http://www.umweltbundesamt.org/fpdf-l/2909.pdf

UMWELT: besser mit nachwachsenden Rohstoffen fahren

Neue Konversionstechniken machen Ethanol auf Pflanzenbasis zu einem ökologisch interessanten Alternativkraftstoff. Das wurde letzte Woche beim Bioethanolkongress im Rheinischen Landesmuseum Bonn deutlich. Mit der derzeit in Deutschland beginnenden Produktion von Bioethanol als Kraftstoff verbreitert sich die Palette der Biokraftstoffe am Markt. In Ländern wie Brasilien, Schweden und den USA wird Ethanol als Kraftstoff bereits seit längerem eingesetzt. Die EU sieht vor, dass 2010 5,75 Prozent der Kraftstoffe aus Biomasse kommen sollen. Wählt man den richtigen Rohstoff, das richtige Verfahren und nutzt auch die Nebenprodukte, so ist Ethanol ein ökologisch und ökonomisch sinnvoller Kraftstoff. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die Dr. Norbert Schmitz vom meó Consulting Team, Wiesbaden, erarbeitet hat. Um die Chancen von Bioethanol als Kraftstoff auszuloten, sei allerdings teilweise noch Forschung und Entwicklung nötig. Während die fünfprozentige Beimischung des Ethanols und auch die Beimischung als Ethyl-t-Butylether (ETBE) zu Ottokraftstoff bekannt ist, gilt die Beimischung von Ethanol zu Dieselkraftstoff bisher noch als wenig erprobt. Internationale Untersuchungen deuten darauf hin, dass auch Dieselmotoren weniger CO2 und Rußpartikel verursachen, wenn man dem Kraftstoff bestimmte Anteile Ethanol beifügt. Geplant ist ein Flottenversuch mit Flexible Fuel Fahrzeugen (FFV). Sie sind in der Lage, mit Ottokraftstoff und Ethanol in Mischungen bis zu 85 Prozent Ethanol zu fahren. Tel 0611-98639-10, Fax –33, E-Mail: info@meo-consulting.com - Internet: http://www.meo-consulting.com/ und http://www.fnr.de

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